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  Neurologische Rehabilitation
 

Die Fachklinik Lenggries setzt die Erkenntnisse der aktuellen Rehabilitationsforschung konsequent um. Folgeschäden nach Verletzungen des Gehirns, z. B. Schlaganfall und Schädel-Hirn-Trauma, können heute durch zeitgerecht geplante Rehabilitationsmaßnahmen gemildert oder überwunden werden.

 

Das menschliche Gehirn verfügt über eine phasenspezifische Plastizität, die es befähigt, durch Aussprossen von geschädigten Neuronen, neue synaptische Verknüpfungen und modulare Verschaltungen motorische und kognitive Defizite zu überwinden.

 

Die rehabilitationswissenschaftlichen Erkenntnisse unter Einsatz bildgebender Verfahren des Gehirns zeigen auf, welche kognitiven und motorischen Trainingsverfahren notwendig sind, um die plastischen Fähigkeiten des Gehirns zeitgerecht zu nutzen und eine Schädigung zu überwinden. Ein Grundprinzip der kognitiven und motorischen Therapie ist das repetitive randomisierende Üben. Die klassischen neurophysiologischen Schemata wie Bobath, Kabat etc. werden ergänzt durch neue therapeutische Aspekte wie Laufband und Forced-Use-Techniken. Dieses "wiederholende Üben" wird unterstützt durch die Gabe plastizitätsfördernder Medikamente und durch Absetzen plastizitätsbehindernder Medikamente.

 

Die neurologische Rehabilitation muss zum frühestmöglichen Zeitpunkt begonnen werden, d. h., die Verlegung in ein spezielles neurologisches Rehabilitationszentrum wie z. B. die Fachklinik Lenggries sollte innerhalb der ersten 14 Tage nach Schädigung erfolgen, um der Dynamik der so genannten frühen Plastizitätsphase des Gehirns Rechnung zu tragen. In der Fachklinik Lenggries steht ein großes, multiprofessionelles Team zur Verfügung, das sensomotorische und neuropsychologische Defizite, Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen mit hoher Spezialisierung therapieren kann. Im Rahmen dieser frühen kontinuierlichen Therapie ist es möglich, vielen Patienten wieder eine befriedigende Lebensqualität und eine berufliche bzw. gesellschaftliche Wiedereingliederung zu ermöglichen im Sinne von Aktivität und Partizipation der WHO/ICIDH2.